Profi BMXer Kevin Liehn

Kurzprofil

Profilbild des Profi BMXers Kevin Liehn
BMX Profi Kevin Liehn

Wohnort: Berlin

 

BMXer seit: 2004

 

Profi seit: 2006

 

Disziplinen: Park, Minirampe, Street, Dirt

 

Homespot: Mellowpark Berlin

 

Andere Sportarten: Surfen, Fitness

 

 

Der Weg zum BMX

Kevin Liehn wurde zwar in Hoyerswerda geboren aber wuchs mitten in Berlin auf. Alles fing mit einem 26 Zoll Baumarkt Fahrrad an: „Mit dem Fahrrad konnte ich meine Umgebung erforschen und kam natürlich viel weiter als zu Fuß, alles um mich herum war auf einmal viel kleiner.“ Die Freude hielt nicht lange an, dass Billigrad viel Auseinander, das nächste Rad wurde geklaut. Aber Kevin ließ sich nicht abhalten, dass nächste Fahrrad sollte ein Mountainbike werden. „Meine Eltern hatten damals nicht sonderlich viel Geld, daher habe ich immer alles an Taschengeld zusammengekratzt“. Als dann das erste richtige Mountainbike gekauft wurde, konnte es Kevin kaum erwarten. „Ich fing an in meiner Umgebung von Kanten runter zu springen und auf dem Hinterrad zu fahren, ab da an gab es für mich nur noch das Rad fahren für mich!“ Kevin fing an die ersten Hügel zuspringen, fuhr Treppen runter und entwickelte sich zu einem Trick Talent auf dem Mountainbike. „Plötzlich hatten alle meine Freunde ein BMX Rad, was ich dann gar nicht so toll fand. Dann bin ich kurz mit einem BMX Rad von meinen Freunden in einem kleinen Skatepark gefahren und da hat es dann klick gemacht!“ Kevin holte sich zu seinem nächsten Geburtstagsgeld und seinem ersparten sein erstes BMX Rad.

Profi BMXer Kein Liehn beim 50-50 Grind am großen Wallride im alten Mellowpark
2005: Kevin Liehn - 50-50 Grind am Wallride - Anzeige im ZwanzigZoll Magazin Nr. 13 - Während des ersten RebelJam im Mellowpark

Vom Amateur zum Profi BMXer

Was dann kam war eine neue Ära, dass BMX fahren wurde zum Lebensmittelpunkt für Kevin. In Berlin gibt es die perfekten Bedingungen um BMX zu fahren. „Am Anfang fuhr ich in einem kleinen Skatepark in Lichtenberg, danach war ich mit meinen Kumpels jeden Tag woanders, wir waren an unzähligen Streetspots, Minirampen, Betonpools und Dirthügeln zugange.“ Da Kevin jeden Tag auf dem BMX unterwegs war lernte er sehr schnell, doch dann entdeckte er den besten Spot zum BMX fahren für sich: Den Mellowpark! „Ich hatte anfangs immer Angst dort zu fahren, alle Rampen waren so groß und die anderen Fahrer so gut! Zum ersten Mal sah ich dort echte Profi BMXer – erinnert sich Kevin und schmunzelt. Doch dann wurde der Mellowpark zu seinem zweiten Zuhause, hier gab es alle möglichen Rampen und immer ein BMX Profi mit dem man zusammen fahren konnte. Dann war es soweit, einer der größten deutschen BMX Wettbewerbe, der „Highway to Hill“, fand im Mellowpark statt. BMX Profis aus ganz Deutschland und den Nachbarländern kamen zu diesem Ereignis. Kevin nahm zum ersten Mal an einem Wettbewerb teil und konnte beim „Highway to Hill“ sofort ein Treppchen-Platz in der Amateurklasse ergattern. Zwei Monate später fand im Mellowpark zum ersten mal ein Internationaler Contest statt, der „Rebel Jam“, hier konnte Kevin Liehn wieder top Plätze verbuchen, einen 2. Platz auf der Parkfläche und den 4. Platz in der Minirampe. Kevin sah ein, dass er doch nicht so untalentiert ist und startete ab da an nur noch in der Profi Klasse. Ein Jahr später bekam Kevin seinen ersten Sponsor, nun war der BMX Profi Status vollständig. „Ich hätte nie gedacht das ich so weit komme, ich wollte halt einfach nur Action auf dem BMX erleben!“ 2007 wurde Kevin Liehn darauf BMX Weltmeister in der Masterklasse im Park bei den BMX Masters in Köln.

Profi BMXer Kevin Liehn - Curved Wallride im alten Mellowpark 2007
2007: Kevin Liehn mit seinem ersten gesponsorten Rad im Mellowpark

Der Alltag als BMX Profi

Neben den vielen Wettbewerben  stehen auch viele Shows auf dem Plan. Aber auch als Darsteller ist Kevin Liehn Aktiv: „Regelmäßige Einsätze für Werbedrehs, Filme und Imageanzeigen gehören immer mehr zum Alltag eines BMX Profis.“ - erklärt Kevin. „Je nach dem was ansteht, unterscheidet sich das fahren total von einander: Bei einem Contest muss man alles zeigen was man kann, die schwierigsten und neuesten Tricks müssen hintereinander fallen und nichts darf dabei schief gehen. Bei einer Show dagegen müssen die Zuschauer beeindruckt werden, leichte Spektakuläre Tricks kommen da besser an, als schwierige Kombinationen mit denen die Leute nichts anfangen können!“ - spricht Kevin aus Erfahrung. Das Leben als Profi BMXer könnte aufregender kaum sein: „Ständig neue Orte, neue Menschen und neue Rampen und das alles erlebt man immer wieder mit alten Freunden mit denen man schon seit Jahren als BMX Profis unterwegs ist, dass macht BMX fahren für mich so einmalig.“ – schwärmt Kevin. „Das Beste am BMX fahren ist aber, dass die einfachsten Tricks die ich schon seit Beginn an mache, jedes Mal wieder Freude machen.“

Sponsoren:

Sport Import
Sunday Bikes
Odyssey BMX
TSG - Technical Safety Gear

Partner:

Mellowpark - Skatepark und Kulturverein